NT006 – Wind in der Ruine

NT006 – Wind in der Ruine

Da gibt es ein Tal, unweit meines Wohnorts, in dem es vor Burgruinen und antiken Stätten nur so wimmelt. Ein alter Hohlweg führt, vorbei an Quellen, zu einer Burgruine. Längst haben Bäume und Sträucher das Areal für sich eingenommen und vereint mit Regen, Frost und Wind, begonnen, das alte Gemäuer abzutragen. An so einem Ort habe ich für Euch getrommelt.

NT006 - Wind in der Ruine

Ich liebe alte Steine und sentimentales Ambiente sowieso. Ich habe fast den ganzen Nachmittag an dem Ort verbracht. Die Aufnahme stand ganz am Ende meiner Agenda. Und als ich meine Mikrofone positionierte, kam plötzlich Wind auf – irgendwie will das Aprilwetter nicht enden. Mitte des Soundchecks machte ich mir ernsthaft Sorgen über das Gelingen. Die Erinnerungen an die Schwierigkeiten die ich bei der Aufnahme von „Ritt in den Regen“ hatte waren wieder präsent – mit dem Unterschied, dass dieser Ort zusätzlich zu einer Autofahrt, nur mit einem einstündigen Fußmarsch erreichbar war. Eine zweite Chance war also nicht gegeben. Was aber mit dem Sausen und Brausen in den Bäumen ebenfalls hörbar wurde, stimmte mich positiv und bewog mich die Aufnahme doch zu versuchen.

Ich denke, hätte der Wind nicht mitgemischt, wäre es in den alten Mauern vielleicht zu ruhig geworden.

Der Sound

Yhma klingt knackig und singt gelegentlich. Das Tempo steigt sehr gemäßigt an und der Rhythmus bleibt linear. Am Ende der Reisezeit gibt es für anderthalb Minuten noch einmal richtig Tempo, bevor das Trommeln ausklingt. Von Anfang an ist Wind zu hören. Im Hintergrund „quietscht“ eine Gruppe von Bäumen. Zweimal haben Insekten das Mikrofon umkreist – zum Glück nicht all zulange. Leider fährt der Wind bei Minute 15 einmal grob in die Aufnahme. Meiner Meinung nach tut das aber der Sache keinen Abbruch. Falls es aber doch stört, sagt mir bitte Bescheid, das wäre für weitere Aufnahmen wichtig zu wissen.

Der Ort: Mehr über die Ruine Aufklappen

Stein, mit Blut und Schweiß geschichtet, von Menschen vergessenes Menschenwerk. Einst beschützend, jetzt ein Kerker. Hör den Schlag der Trommel! Greif die Wurzeln und rufe den Wind! Schäl‘ Dich frei aus Stein und Mörtel und entdecke aufs Neu‘ die Welt!

NT006 - Wind in der Ruine

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