NT007 – Wo der Blitz einschlägt

NT007 – Wo der Blitz einschlägt

Kirchenruinen sind selten, da wo ich lebe. Dafür kann man von Kirchturm zu Kirchturm schauen. Okkupierte uralte Kultstätten behaupten die Einen, identitätsstiftendes Kulturgut behaupten die Anderen. Ich lasse meine Trommel sprechen und erfreue mich an den akustischen Besonderheiten, zur Abwechslung ganz nah der Zivilisation. Denn dort habe ich für Euch getrommelt.

NT007 - Wo der Blitz einschlägt

Der Sound

Orthala klingt hell und klar, mit einer angenehmen Bassnote. Der Rhythmus „swingt“ gleichförmig dahin und zieht mich förmlich in Trance. Schwalben und Grillen zirpen, ein paar Krähen fliegen vorbei und das alte Gemäuer wirft einen leichten Hall. Da wir uns ganz nah an einer Kleinstadt befinden, hört man Hunde bellen, den Glockenschlag der Stadtkirche, spielende Kinder, die entfernt gelegene Bahnstrecke, und einen Laster einparken – zum Glück ohne das obligate Piepsen. Das passiert aber weit genug entfernt und stört die Aufnahme nicht.

Gleich vier Anläufe habe ich diesmal für diese Aufnahme gebraucht. Die Erste war vollkommen übersteuert, bei der Zweiten, hat der Nachbarssohn seine Mama gesucht und bei der Dritten hat die Stadtkirche zum Gebet gerufen – die Lautstärke der Zivilisation. Dafür durfte ich kurz vor dem nach Hause gehen eine nette Bekanntschaft machen.

Der Ort: Mehr über die Ruine Aufklappen

Wir gehen zur Lichtung am hohlen Berg! Schau, das Feuer leuchtet weit – heute Nacht sind wir nicht allein. Schaukel am Ast des alten Baums, zähl‘ die Blitze, deut‘ die Stäbe. Ich sitz‘ unten, ruf‘ die Wolken, rühr‘ den Donner und lausch Dein‘m Leid!

NT007 - Wo der Blitz einschlägt

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